die nacht senkt sich herab
doch statt des lang ersehnten schlafes
schickt sie dir ihre dämonen
schmerz, angst, verzweiflung und wahnsinn

sie kreisen dich ein und krallen sich fest
du hast durst, doch der dämon des schmerzes
lähmt dich mit höhnischem grinsen
und breitet sich über deinem malträtiertem körper aus

du wagst kaum noch zu atmen, denn sofort schlägt
er erbarmungslos wieder zu und du bist bewegungsunfähig
der dämon der angst greift nach dir und treibt dich
in die arme der verzweiflung und immer näher
an den rand des wahnsinns

du willst dem ganzen entfliehen und weißt nicht wie
der mann  neben dir konnte in den schlaf entfliehen
du hältst dir den mund zu, um nicht zu schreien
denn du willst nicht, dass dein schreien seine dämonen erwecken

du bist unsagbar müde, schmerzerfüllt und tränenreich
filmriss im kopfkino, gedankenpuzzle
die dämonen beherrschen dich

irgendwann wird der neue tag erwachen
die dämonen der nacht kannst du nicht vergessen
sie sind auch bei tag dein ständiger begleiter
und lauern im schatten darauf,
dir in der nächsten nacht den schlaf zu rauben

und du wirst dich fragen
lebst du noch oder stirbst du schon